Ist das jetzt wieder diese seltsame Theorie, dass die Kraftwerke in der Nacht ihren “Überschussstrom” wegschmeißen müssen? Die werden nachts halt ganz oder teilweise heruntergefahren. Das ist technisch unproblematisch und auch ganz klar im Sinne der Umwelt. Wozu soll es gut sein, die Kraftwerke “gleichmäßiger” auszulasten, wenn der Preis dafür ist, dass man erheblich mehr Energie verbraucht? Es ist ja schön, wenn die Kraftwerke gleich- mäßig ausgelastet sind. Und wenn man das ideal hinbekäme, bräuchte man ein paar Kraftwerke weniger und das wäre sicher gut für die Umwelt, weil auch der Bau von Kraftwerken Energie kostet. Aber wenn man den Stromverbrauch steigert, um dieses Ziel erreichen, dann wird es definitiv kontraproduktiv. So stark sinkt der Wirkungs- grad bei Teillast dann auch wieder nicht. Das ist prinzipiell richtig, aber die Software soll ja die Stromkosten und nicht den Stromverbrauch senken. Und Nachtstrom wird eben günstiger verkauft – wiewohl es dafür natürlich eigentlich keine Rechtfertigung gibt – da ja Kraftwerke auch mit Teillast laufen können. Hier wird eben durch unsinniges Marketing (Strom nachts billig, tagsüber teuer) den Leuten eine energieverschwendende Verhaltensweise nahegelegt: Verbraucht Tagsüber keine Energie mehr, dafür nachts die Doppelte Menge – ist immer noch billiger! Das ist nicht nur ökologischer Unsinn, sonder auch ökonomischer – für den es keine Rechtfertigung gibt. Oder: wer keine Probleme hat, der macht sich eben welche.
Stromkosten